Erdbaukontrollprüfungen

Die Verdichtung von lockeren Böden und Gebäudeverfüllungen spielt im täglichen Baubetrieb eine große Rolle. Viele Baumängel lassen sich im Nachhinein auf eine zu geringe Tragfähigkeit des Untergrundes bzw. eine unzureichende Verdichtung desselben zurückführen. Nur wenn die Qualität der geleisteten Erdarbeiten zweifelsfrei belegt ist, sind Sie vor teuren Nachbesserungen geschützt. Fachgerecht ausgeführte Erdbaukontrollprüfungen bewahren Sie vor Spurrillen in der Fahrbahn oder Setzungen im Baugrubenbereich.

Zur Ermittlung der Bodentragfähigkeit führen wir statische Lastplattendruckversuche nach DIN 18134 durch. Bei beengten Verhältnissen, etwa auf  kleinen Grundstücken oder in Leitungsgräben, sind wir mit dem dynamischen Plattendruckversuch gemäß TP BF-StB Teil 8.3 für Sie da. Auch bei den Verfahren zur Dichtebestimmung gemäß DIN 18125 und der leichten Rammsondierung nach DIN EN ISO 22476-2 stehen wir Ihnen jederzeit zuverlässig und flexibel zur Verfügung. Mit Erdbaukontrollprüfungen der GTC haben Sie immer festen Grund unter den Füßen…  

Statischer Lastplattendruckversuch

Um die Tragfähigkeit bzw. oberflächennahe Verdichtung eines Erdbodens zu prüfen, vertrauen die meisten Bauherren auf den statischen Lastplattendruckversuch nach DIN 18134. Wegen seiner detaillierten Normung handelt es sich um den präzisesten Erdbauversuch mit der höchsten Wiederholgenauigkeit. Für den statischen Plattendruckversuch wird eine kreisförmige Lastplatte mit einer Druckvorrichtung wiederholt  stufenweise be- und entlastet und dabei die Setzung der Platte in den Untergrund gemessen. Als Gegengewicht fungiert ein LKW oder Bagger, bei der GTC-Nord verwenden wir meist unsere eigenen Drucksondierfahrzeuge.

Beim statischen Lastplattendruckversuch wird nicht nur der aufgebrachte Druck und die Einsenktiefe der Lastplatte aufgezeichnet, sondern auch die nach der Druckbelastung einsetzende Entspannung des Erdbodens. Aus den dabei gewonnen Daten errechnet sich das Verformungsmodul Ev2, ein mathematischer Wert aus Belastung und Setzung, der die Bodentragfähigkeit klassifiziert. Statische Plattendruckversuche nach DIN 18134 ermöglichen Aussagen zu verschiedenen Bodenkennwerten bzw. die indirekte Ermittlung der Proctordichte. Gleichzeitig dienen sie  als Nachweis zur Eignung von Böden und Untergründen als Baugrund sowie im gesamten Erd-, Grund- und Straßenbau.

Dynamischer Plattendruckversuch

Im Gleisbau, in tiefen Leitungsgräben oder anderen beengten Verhältnissen, die einen statischen Lastplattendruckversuch wegen des notwendigen Gegengewichts nicht zulassen, bietet sich der dynamische Plattendruckversuch nach TP BF-StB Teil 8.3 an. Durch die wesentlich geringere Belastung des Baugrunds mittels leichtem Fallgewichtsgerät ist das Prüfvolumen beim dynamischen Plattendruckversuch allerdings deutlich geringer als beim statischen Plattendruckversuch.

Das leichte Fallgewichtsgerät besteht aus einer Führungsstange, an deren oberem Ende eine zehn Kilogramm schwere Platte ausgeklinkt wird.  Eine elektronische Messeinrichtung ermittelt dabei den Wert des dynamischen Verformungsmoduls Evd in MN/m², der sich bei Bedarf über Korrelationswerte auch in den Ev2– Wert umrechnen lässt.

Dichtebestimmung

Die Bestimmung der Bodendichte ist eine wichtige Hilfsgröße bei der Beurteilung bautechnischer Bodeneigenschaften. Bei der Dichtebestimmung im Feld nach DIN 18125-2 werden Proben entnommen und Masse und Volumen des entnommenen Bodens bestimmt. Zur Ermittlung des Volumens verwenden wir wahlweise den Ausstechzylinder oder das Densitometer (Ballonverfahren).

Für eine Dichtebestimmung mit dem Ausstechzylinder treiben wir einen genormten Zylinder in den Boden. Überstehendes Probematerial wird entfernt, die Stirnflächen abgeglichen und der Zylinder luftdicht verschlossen, um ein Austrocknen des Bodens zu verhindern. Im Labor wiegen wir den Inhalt des Zylinders, um die Feuchtmasse zu bestimmen, das exakte Volumen der Bodenprobe ergibt sich dabei aus den Zylinderabmessungen. Die Dichtebestimmung mit dem Ausstechzylinder eignet sich vor allem für feinkörnige Böden (Sande, Schluffe und Tone).

Bei einer Dichtebestimmung mit dem Densitometer (Ballonverfahren) wird nach dem Entfernen der Grasnarbe eine metallene Kreisringscheibe auf den zu untersuchenden Boden gelegt. Durch das Loch im Metallring heben wir das Lockergestein um das 1 bis 1½fache des Ringinnendurchmessers aus. Das Volumen der entnommenen Probe ermitteln wir vor Ort mit einer mit Wasser gefüllten Gummiblase, die mittels Densitometer in das Loch gedrückt wird. Am Densitometer befindet sich eine Skala, die das aufgewendete Wasservolumen anzeigt. Die Feuchtmasse der entnommenen Bodenprobe wird im Labor bestimmt. Die Dichtebestimmung mit dem Densitometer ist für bindige wie nichtbindige Bodenarten gedacht. Ihre Anwendung empfiehlt sich vor allem bei feinkörnigen Böden mit eingelagerten Kiesen und Steinen sowie für grobkörnige Böden ohne scharfkantige Steine.

Leichte Rammsondierungen

Das Verfahren der Rammsondierung gemäß DIN EN ISO 22476-2 dient vor allem der Überprüfung von Graben- oder Gebäudeverfüllungen. Dabei wird eine Sondierstange mit einer leichten Ramme bei gleichbleibender Fallhöhe  in den Untergrund getrieben, wobei wir die Schlagzahl für eine definierte Eindringtiefe festhalten. Aus der ermittelten Schlagzahl lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Verdichtung und Tragfähigkeit des Bodens ziehen. Leichte Rammsondierungen belegen zweifelsfrei die Belastbarkeit eines verfüllten Baugrundes und schützen Sie so vor teuren Nachbesserungen.

Zögern Sie nicht uns unverbindlich zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne!